Wetter Garmisch-Partenkirchen
Das Wetter in Garmisch-Partenkirchen
Das Wetter in Garmisch-Partenkirchen ist typisch für die nördliche Alpenregion. Aufgrund der etwas höheren Lage von ca. 700m liegen die Durchschnittstemperaturen (6,8 °C) etwas unterhalb des Bundesdurchschnittes (9,3 °C). Dennoch kann es bei Auftreten des Föhnwindes plötzlich zu einem deutlichen Temperaturanstieg kommen. Der Föhn ist eine klimatische Eigenart in der Alpenregion. Hierbei treten Fallwinde auf, die warme Luft aus dem Süden über die Berggipfel tragen. Die Auswirkungen dieses Windes sind am Wetter bis nach München zu spüren.
Viele Menschen klagen bei Föhn über Kopfschmerzen und Übelkeit. Diese Beschwerden treten wahrscheinlich aufgrund der Druckschwankungen in Bodennähe auf. Dafür bringt der Föhn aber hervorragende Wetter-Bedingungen für weitreichende Fernsichten auf den Berggipfeln der Region. An ca. 50-60 Tagen im Jahr tritt er im Zugspitzbereich auf.
Aufgrund der höheren Lage und der daraus resultierenden niedrigeren Temperaturen eignen sich die Berge um Garmisch-Partenkirchen ganz hervorragend für Wintersportaktivitäten. Auf dem Zugspitzplatt kann die Skisaison in aller Regel bereits im November beginnen.
Die Niederschläge von durchschnittlich 1371 mm pro Jahr sind recht gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt. Wobei die niederschlagsärmsten Monate in die kalte Jahreszeit fallen.
Garmisch-Partenkirchen darf sich ganz offiziell " Heilklimatischer Kurort " nennen. Dieses Siegel bedeutet, daß das Klima therapeutisch angewendet werden kann. Nur wenige Orte dürfen dieses Siegel tragen, das durch regelmäßige Luftuntersuchungen überprüft wird.
Das Wetter auf der Zugspitze
Bereits 1897 wurde auf dem Westgipfel der Zugspitze das Münchner Haus durch den Alpenverein errichtet. Schon 1900 wurde dann im Meteorologischen Turm die erste Wetterwarte eingerichtet. Diese Wetterwarte ist zwar seitdem die höchste Wetterstation in Deutschland aber noch lange nicht die älteste Bergwetterstation. Schon seit 1781 wird das Bergwetter in der ältesten Bergwetterstation der Welt auf dem Hohenpeißenberg mit einer ununterbrochenen Beobachtungsreihe untersucht.
Am 19.Juli 1900 trat Josef Enzensperger seinen Dienst auf dem Gipfel der Zugspitze an, um das Wetter zu beobachten. Da es zu dieser Zeit noch keine Bahn auf die Zugspitze gab, mußte sich Josef Enzensperger noch zu Fuß, zusammen mit seinem Hund Putz; zu seinem Arbeitsplatz begeben. Da er allerdings begeisterter Bergsteiger war, sollte das eine willkommene Herausforderung für ihn gewesen sein.
Er verbrachte 7 Monate auf dem Gipfel und ernährte sich in dieser Zeit von Konserven. Diese Mangelernährung war wohl auch die Grundlage seiner späteren Erkrankung auf einer Antarktis-Expedition. Er verstarb aufgrund dieser Krankheit bereits im Februar 1903 nur wenige Tage vor seinem 30. Geburtstag.
Josef Enzensperger war der erste „Meteor“ auf dem Zugspitz, wie man ihn damals scherzhaft nannte. Er hatte mit seiner Arbeit alle Hände voll zu tun. Von langer Weile also keine Spur. Zumal er zusammen mit seinem Hund Putz immer wieder gegen die Tücken der Natur ankämpfen mußte. So brach Putz zweimal mit einer Schneewächte ab und beide gerieten sogar einmal in eine Lawine, die sie unbeschadet überstanden. In ihrer spärlichen Freizeit bekamen sie Abwechslung durch die Wanderer, die bereits zu dieser Zeit gelegentlich den Gipfel erstürmten oder sie konnten die Sicht auf Garmisch, den Eibsee und die umliegenden Gipfel genießen.
Aber auch in den Jahren nach dem ersten Wetterwart auf der Zugspitze wurde das Wetter weiter beobachtet. Nur im Jahr 1945 kam es zu einer Unterbrechung als die Amerikaner die Wetterstation als kriegsentscheidend angriffen und dann die Wiederaufnahme der Arbeiten zunächst untersagten. Sogar einen Bomberangriff flogen die amerikanischen Truppen gegen den Zugspitzgipfel. Allerdings verfehlten sie ihr Ziel, aufgrund der aufgezogenen Wolken. Die Bomben landeten letztendlich im Schneekar.
Inzwischen gehört die Zugspitze zu den wichtigsten Wetter-Beobachtungspunkten und liefert nicht nur Wetterdaten für Skifahrer oder Gipfelstürmer.

